Spieletest: Abenteuer auf dem Reiterhof 6

Kampf um die Ranch

Ein neuer Teil der sehr beliebten PC-Spiel Serie Abenteuer auf dem Reiterhof. Diesmal stand Yvonne Catterfeld Patin.

Im Vergleich zu den Vorgängern gibt es einige grundlegende Veränderungen. Zunächst einmal gibt es keinen nervigen Stundenplan mehr. Man kann sich völlig frei bewegen. Die Landschaft ist wunderschön und riesig gestaltet, mit wechselnden Jahreszeiten, tollen Lichteffekten und abwechslungsreichen Gegenden.

Die Grafik ist einwandfrei. Vorausgesetzt, man hat den passenden Rechner. Der Preis der schönen Grafiken und tollen Animationen sind leider längere Warte- und Ladezeiten. Das Spiel lädt leider fast bei jeder neuen Aktivität die man angeht.

Dressur und Springmodi wurde überarbeitet. Zu meiner Freude ist man von der langweiligen Steuerung aus Teil 5 wieder abgekommen, nur Pfeiltasten drücken ist auf die Dauer öde. In diesem Teil ist es eine nette Kombination aus der alten bekannten Steuerung mit Pfeiltasten, dem Nachreiten bestimmter Figuren und Drücken von wenigen Tasten für besondere Gangarten.

Beim Springen und im Gelände muss man nun auch auf das passende Tempo beim Anreiten achten. Das sorgt für mehr Spielspass und ist manchmal ganz schön kniffelig.

Toll finde ich, dass das Spiel interaktiv ist. d.h. durch bestimmte Entscheidungen kann man den Spielverlauf beeinflussen und sogar das Ende verändern. Auch das Longieren ist nun möglich und auch sehr gut umgesetzt. Beim Putzen ist alles beim alten, ich finde das ganze etwas zu langwierig. Das Putzen, Misten, Hufe säubern, auf die Weide bringen usw. sollte nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen, und vor allem nicht immer von Ladezeiten begleitet werden. Wenn man zwischen den einzelnen Pferden hin und her wechseln möchte, muss man jedes Mal den Stall verlassen (Laden...) sich umdrehen und wieder rein gehen (Laden...) sich dann das gewünschte Pferd aussuchen (Laden...) und dann wieder den Stall betreten. Das nervt.

Wenn das Pferd durch eigene Unvorsichtigkeit krank wird, kann man es mit einem Mausklick auf das richtige Medikament umgehend wieder gesunden lassen. Das ist unrealistisch. Ich habe noch kein Hufgeschwür binnen Sekunden verschwinden gesehen und kein Schnupfen hat sich je in Luft aufgelöst.

Eine tolle Neuerung ist eine eigene Zuchtstation, wo man Pferde selbst züchten, kaufen und verkaufen kann, es ist sogar eine Exportmöglichkeit für das Internet vorhanden, die ich aber nicht getestet habe. Das gezüchtete Fohlen kann man dann im eigenen Stall großziehen. Zu viele Pferde sollte man sich aber nicht anschaffen, denn sonst kommt man vor lauter Pflege und Training nicht mehr zum eigentlichen Abenteuer, was sehr schade wäre. Denn die Rätsel und Abenteuer sind super gemacht, die Geschichte schön und mitreißend erzählt. Ein bisschen schwerer könnte es ab und zu ruhig mal sein, aber das ist Geschmackssache.

Leider steht man unter dauerndem Zeitdruck, denn viele Aktivitäten dauern virtuelle Stunden, z.B. das Hin und Her reisen zwischen Stall und Wohnung. Schön ist, das man eine Karte hat, wo man auch auf den gewünschten Zielort klicken kann und dann nicht reiten muss. Der Zeitaufwand ist aber derselbe. Um 4 Uhr nachts geht die Spiefigur schlafen, egal ob Sie gerade auf dem Pferd sitzt oder sonst was macht.

Die Figuren sind alle wunderschön und realistisch animiert, die Häuser und Umgebungen sind abwechslungs- und detailreich dargestellt, hierfür gibts bei mir die volle Punktzahl!

Für jeden Fan der Serie und andere Pferdefans ist auch dieser Teil ein Muss. Es ist schön das Ubisoft auch in diesem Teil versucht sich immer weiter zu verbessern, was die Spielbarkeit und Grafik betrifft. So bin ich schon gespannt auf Teil 7.

Hier kommt meine Bewertung:

Pro

  • Kein Stundenplan
  • Freie Bewegung möglich
  • Wunderschönde Grafik
  • Realistische Animationen von Pferden und Menschen
  • Abwechslungsreiche Parcours und Dressuraufgaben
  • Longiermodus hervorragend gelungen
  • Nette Geschichte, toll erzählt
  • Springmodus gut verbessert
  • Offenes Ende durch Interaktivität

Contra

  • Ladezeiten!
  • Unrealistische Gesundung von kranken Pferden
  • Zeitdruck, die Aktivitäten nehmen zu viel Zeit in Anspruch
  • Relativ hoher Preis


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